Haus & Grund hat einmal wieder die Höhe der Müllgebühren in den 100 einwohnerstärksten Städten Deutschlands untersucht. Essen, Bottrop und Ratingen haben die günstigsten Müllgebühren unter den Großstädten in NRW und liegen bundesweit unter den Top 20. Doch die meisten NRW-Großstädte sind im bundesweiten Vergleich sehr teuer, wie neueste Zahlen zeigen.
Düsseldorf. Der Eigentümerverband Haus & Grund hat die Höhe der Müllgebühren in den 100 nach der Einwohnerzahl größten Städten Deutschlands untersucht. Das Müllgebührenranking 2026 zeigt: „Unter den 10 deutschen Großstädten mit den höchsten Müllgebühren finden sich 6 Städte aus Nordrhein-Westfalen, unter den 15 Letztplatzierten im Ranking sind 10 NRW-Städte“, berichtet Walter Eilert, Präsident von Haus & Grund Rheinland Ruhr. „Als einzige NRW-Kommune hat es Essen in dem Ranking unter die Top-10 der günstigsten Kommunen bei den Müllgebühren geschafft und belegt bundesweit den sechsten Platz.“
NRW-Schlusslicht ist Bergisch Gladbach. Die Stadt steht auch bundesweit auf dem letzten Platz des Rankings. Dort zahlt die für das Ranking angenommene vierköpfige Musterfamilie jährlich 477,84 Euro für den vierzehntägigen Teilservice der Müllabfuhr. Zum Vergleich: In Ratingen würden dafür nur 208,80 Euro fällig. Beim bundesweiten Spitzenreiter Flensburg kostet dagegen ein vierzehntägiger Vollservice nur 162,60 Euro. Beim Teilservice muss der Bürger die Mülltonne selbst an die Straße stellen, beim Vollservice holen die Müllwerker die Tonne von ihrem Abstellort auf dem Grundstück ab. Nicht alle Städte bieten das an.
Entwicklung der Müllgebühren lokal sehr unterschiedlich
„Unter den Schlusslichtern des Rankings mit besonders hohen Müllgebühren finden sich außerdem die Städte Lünen, Leverkusen, Köln, Dortmund und Mönchengladbach“, berichtet Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Ruhr. „Sie alle liegen unter den teuersten 10 in Deutschland. Auch Hagen, Iserlohn, Remscheid, Moers und Wuppertal fallen durch schlechte Platzierungen auf.“ Unter den Top-10 der NRW-Großstädte mit den günstigsten Müllgebühren finden sich dagegen hinter Essen, Bottrop und Ratingen noch Bielefeld, Gelsenkirchen, Bonn, Krefeld, Duisburg, Neuss und Siegen.
Dabei entwickeln sich die Kosten lokal sehr unterschiedlich. Verglichen mit der letzten Ausgabe des Rankings aus dem Jahr 2022 zeigt sich: „Während die Müllgebühren in Neuss durch ein reduziertes vorgeschriebenes Mindestvolumen um über 20 Prozent gesunken sind, stiegen die Gebühren in Wuppertal um über 30 Prozent“, rechnet Walter Eilert vor. „Die Müllgebühren sind Teil der Wohnkosten eines jeden Haushalts, betreffen Mieter und selbstnutzende Eigentümer gleichermaßen. Kommunen, die bezahlbares Wohnen stärken wollen, sollten darüber nachdenken, wie sie zu günstigeren Müllgebühren kommen können“, resümiert Erik Uwe Amaya mit Blick auf die neuen Zahlen. Zudem sei mehr Transparenz bei den Gebührenordnungen nötig.
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Müllgebührenranking 2026 (PDF, 2,3 MB)
Müllgebührenranking – Rangliste NRW (PDF, 255 KB)
Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.
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